Bevor Du Dein Haus verkaufst: Was genau soll in Deinem Leben eigentlich anders werden?

Von Regine Rauin | Wenn Räume Geschichten erzählen

 

Auswandern ist gerade so ein Thema. Man hört davon. Man liest davon. Man kennt jemanden, der nach Portugal gegangen ist. Oder nach Spanien.

Oder nach Schweden.

Oder auf irgendeine griechische Insel, wo offenbar grundsätzlich alle Menschen barfuß leben und um 17 Uhr bereits Wein trinken.

Und irgendwann denkt man:

„Vielleicht sollte ich das auch machen.“

Deutschland ist zu voll.

Zu laut.

Zu kompliziert.

Das Wetter ist Mist.

Die Menschen sind anstrengend.

Die Bürokratie sowieso.

Und überhaupt:

„Ich will hier raus.“

Kann sein.

Vielleicht ist Auswandern tatsächlich genau das Richtige für Dich.

Aber bevor Du Dein Haus verkaufst, den Hund in den Camper packst und Deine Existenz mit einem „Wird schon!“ auf die Autobahn schickst, hätte ich eine kleine Frage:

Was genau soll in Deinem neuen Leben anders sein?

 

 

Denn „woanders“ ist noch kein Lebensentwurf.

Das habe ich selbst gerade wieder gemerkt. Ich war mehrere Tage allein mit meinem Boot in Friesland unterwegs. Und dieses Leben hat mir unglaublich gutgetan.

Ich lag an einer großzügigen Marikrete, auf einer kleinen Insel. Diesmal war sie vollständig begehbar. Nicht nur ein kleines Stückchen Ufer, sondern wirklich die ganze Insel.

Ringsherum Wasser.

Boote.

Bewegung.

Menschen.

Und gleichzeitig unglaublich viel Freiheit.

Die Boote lagen nicht direkt nebeneinander.

Immer war ein bisschen Abstand.

Genug, um seine Ruhe zu haben.

Und gleichzeitig nah genug, um mitzubekommen, was um einen herum passiert.

Da waren nette Menschen mit ihren Hunden.

Wir haben abends zusammengesessen, Sternschnuppen angeschaut, geredet, gegessen.

Und dann ging wieder jeder in sein eigenes Boot.

Kein Abschied.

Keine große Verabredung.

Kein:

„Dann machen wir jetzt für Donnerstag um 19:30 Uhr einen Termin.“

Irgendwann tauchte wieder jemand auf.

„Möchtest Du auch was trinken?“

„Wollen wir vielleicht grillen?“

Und plötzlich saßen alle wieder zusammen.

 

Ich liebte dieses Leben.

Aber nicht alles daran. Denn ich habe auch die andere Seite.

Ich liebe es, allein zu sein. Ich liebe es, wenn niemand etwas von mir will. Wenn ich einfach morgens aufstehen und entscheiden kann:

Heute schreibe ich 20 Blogartikel.

Und dann schreibe ich 20 Blogartikel.

Ohne dass jemand an der Tür steht.

Ohne dass ich mich erklären muss.

Ohne dass plötzlich jemand fragt:

„Hast Du Lust auf einen Kaffee?“

Nein.

Gerade nicht.

Ich möchte schreiben.

Ich möchte malen.

Ich möchte denken.

Ich möchte meine Zeit selbst verwalten.

Das ist ebenfalls ein ziemlich wichtiger Teil von mir.

Und jetzt kommt die interessante Erkenntnis:

Ich bin nicht entweder die eine oder die andere.

Ich bin beides.

 

Vielleicht ist das bei Dir genauso.

Vielleicht sagst Du:

„Ich will endlich meine Ruhe.“

Und wenn Du sie hast, stellst Du fest:

„Warum ist hier eigentlich niemand?“

Vielleicht willst Du mehr Menschen kennenlernen.

Und wenn ständig jemand klingelt, denkst Du:

„Könnt Ihr mich bitte alle in Ruhe lassen?“

Vielleicht möchtest Du mitten in der Stadt leben. Und nach drei Monaten brauchst Du dringend einen Wald. Vielleicht willst Du aufs Land.

Und nach sechs Wochen weißt Du plötzlich, wie viele Nachbarn ein Mensch braucht, um nicht mit dem Briefträger eine emotionale Beziehung aufzubauen.

Vielleicht möchtest Du ans Meer. Und stellst fest, dass Du zwar das Meer liebst, aber nicht unbedingt den Tourismus.

Vielleicht willst Du Gemeinschaft. Aber keine Dauer-Gemeinschaft.

Vielleicht willst Du einen Partner. Aber trotzdem ein Zimmer, in das niemand ungefragt kommt.

Vielleicht willst Du Freiheit. Aber nicht völlige Unverbindlichkeit.

Das Leben ist lästig kompliziert.


Deshalb würde ich vor dem Auswandern eine andere Frage stellen.

Nicht:

„Wo möchte ich wohnen?“

Sondern:

„Wie möchte ich leben?“

Wie viel Ruhe brauche ich?

Wie viel Bewegung?

Wie viel Natur?

Wie viele Menschen?

Wie viel Spontaneität?

Wie viel Planbarkeit?

Wie viel Nähe?

Wie viel Rückzug?

Wie wichtig ist mir, dass ich zu Fuß irgendwohin gehen kann?

Wie wichtig ist mir, dass jemand spontan auf einen Kaffee vorbeikommen kann?

Wie wichtig ist mir ein Garten?

Wie wichtig ist mir Wasser?

Wie wichtig ist mir Kultur?

Wie wichtig ist mir, dass ich jederzeit meine Tür schließen kann?

Und vor allem:

Welche dieser Dinge sind für mich Luxus - und welche brauche ich tatsächlich, damit mein Leben sich nach meinem Leben anfühlt?

Das ist ein gewaltiger Unterschied.

 

Vielleicht findest Du dabei heraus, dass Du tatsächlich auswandern möchtest.

Großartig.

Dann weißt Du wenigstens, wofür.

Vielleicht brauchst Du das Meer.

Vielleicht Wärme.

Vielleicht mehr Leichtigkeit.

Vielleicht eine andere gesellschaftliche Kultur.

Vielleicht möchtest Du mit weniger Besitz leben.

Vielleicht möchtest Du näher an Menschen sein.

Vielleicht möchtest Du weiter weg von Menschen sein.

Vielleicht möchtest Du Dein Leben komplett neu erfinden.

Dann geh.

Nicht weil alles hier Sch💩 ist.

Sondern weil Du herausgefunden hast, was Du stattdessen möchtest.

 

Vielleicht stellst Du aber auch fest, dass Du gar nicht auswandern möchtest.

Vielleicht möchtest Du nur öfter dieses Gefühl von Freiheit haben.

Vielleicht brauchst Du einen zweiten Ort.

Ein Atelier.

Ein Boot.

Ein kleines Apartment am Meer.

Ein regelmäßiges Wochenende irgendwo anders.

Eine Wohnung, die anders funktioniert als Dein bisheriges Zuhause.

Oder einfach mehr Möglichkeiten in Deinem bestehenden Leben.

Denn manchmal versuchen wir, mit einer riesigen Veränderung ein Bedürfnis zu lösen, das eigentlich viel kleiner ist. Du willst nicht unbedingt Dein ganzes Leben ändern. Du willst vielleicht nur wieder öfter das Gefühl haben:

„Ich kann entscheiden, was als Nächstes passiert.“

 

Und dann gibt es noch diese eine deutsche Spezialität.

„Aber wir haben das Haus doch gekauft.“

Ja.

Haben wir.

Und?

Manchmal klingt das fast so, als hätten wir beim Notar nicht nur den Kaufvertrag unterschrieben, sondern gleichzeitig einen Vertrag:

„Bis dass der Grundbuchauszug uns scheidet.“

Natürlich ist ein Haus eine große Investition.

Natürlich hängen Erinnerungen daran.

Natürlich steckt Arbeit darin.

Und natürlich ist es nicht immer vernünftig, alles einfach hinzuschmeißen.

Aber:

Ein Haus ist ein Zuhause. Kein Gefängnis.

Du darfst feststellen, dass es nicht mehr passt.

Du darfst feststellen, dass es noch passt.

Du darfst es verändern.

Du darfst es behalten und trotzdem Dein Leben verändern.

Und Du darfst irgendwann sagen:

„Ich liebe dieses Haus. Aber ich möchte hier nicht mehr wohnen.“

Das ist kein Versagen.

Es ist eine Erkenntnis.

 

Dein Zuhause kann nämlich nicht alles.

Das ist vielleicht die unbequemste Wahrheit.

Du kannst umbauen. Anbauen. Wände einreißen. Räume anders nutzen. Eine Küche neu machen. Ein Arbeitszimmer einrichten. Eine Terrasse bauen.

Du kannst unglaublich viel verändern.

Aber ein Haus bleibt immobil.

Meines kann mich hervorragend festhalten.

Es kann mir Grün geben.

Tiere.

Ruhe.

Rückzug.

Natur.

Und ich liebe das.

Aber wenn ich irgendwann sage:

„Ich möchte morgens zum Wasser laufen, schwimmen, malen und abends spontan mit Menschen zusammensitzen“,

dann kann mein Haus nicht einfach sagen:

„Kein Problem. Ich fahre morgen mit.“

Leider.

Ich habe es gefragt.

Es ist da erstaunlich unflexibel.

 

Deshalb beginnt ein WohnungsReading mit einer viel größeren Frage.

Nicht:

„Was stimmt mit meiner Wohnung nicht?“

Sondern:

„Welches Leben möchte ich eigentlich führen?“

Denn erst dann können wir beurteilen, ob unser Zuhause dazu passt.

Vielleicht passt es perfekt.

Vielleicht braucht es Veränderung.

Vielleicht braucht es Ergänzung.

Vielleicht braucht es einen Abschied.

Und vielleicht braucht es einfach nur die Erlaubnis, dass unterschiedliche Seiten von Dir unterschiedliche Räume bekommen dürfen.

 

Bevor Du also auswanderst, zieh einmal innerlich aus.

Nicht aus Deinem Haus.

Aus Deiner bisherigen Vorstellung davon, wie Dein Leben aussehen muss.

Stell Dir vor, Geld, Gewohnheiten, Besitz und die Meinung anderer würden für einen Moment keine Rolle spielen.

Und dann frag Dich:

Wie möchte ich morgens aufwachen?

Was möchte ich sehen, wenn ich aus der Tür gehe?

Wie spontan möchte ich Menschen begegnen können?

Wie viel Zeit möchte ich allein verbringen?

Wie viel Natur brauche ich?

Wie viel Bewegung?

Wie viel Sicherheit?

Wie viel Abenteuer?

Und mit wem möchte ich dieses Leben teilen?

Vielleicht liegt die Antwort in einem anderen Land.

Vielleicht zwei Straßen weiter.

Vielleicht in Deinem eigenen Haus.

Vielleicht auf einem Boot.

Vielleicht in einer ziemlich verrückten Mischung aus allem.

Aber wenigstens weißt Du dann, wonach Du suchst.

Denn ein anderer Ort macht nicht automatisch ein anderes Leben.

Aber ein anderes Verständnis davon, wie Du leben möchtest, kann ziemlich viel verändern.


Wie willst Du eigentlich leben?

Eine Frage, die wir erstaunlich selten stellen, obwohl wir jeden Tag genau das tun.

Wir fragen:

Wo soll ich wohnen?

Wie groß muss die Wohnung sein?

Wie viel kostet das Haus?

Stadt oder Land?

Meer oder Berge?

Kaufen oder mieten?

Aber die Frage, die eigentlich davor kommen müsste, lautet:

Wie willst Du eigentlich leben?

Nicht irgendwann.

Nicht wenn die Kinder aus dem Haus sind.

Nicht wenn Du in Rente gehst.

Nicht wenn Du endlich genug Geld hast.

Jetzt.

Denn Du führst bereits ein Leben.

Die Frage ist nur:

Hast Du es bewusst gewählt?

 

Vielleicht ist genau das das Problem mit unseren Wohnungen.

Wir suchen Räume nach Kriterien aus, die sich gut messen lassen.

Quadratmeter.

Zimmer.

Lage.

Preis.

Garten.

Garage.

Keller.

Balkon.

Und dann wundern wir uns, dass wir uns in 140 Quadratmetern manchmal weniger zu Hause fühlen als in 45.

Weil ein Grundriss nicht verrät, wie sich Dein Leben darin anfühlen wird.

Ein großes Haus kann Einsamkeit wunderbar beherbergen. Eine kleine Wohnung kann voller Leben sein. Ein wunderschöner Garten kann zum Gefängnis werden. Eine Küche kann der Mittelpunkt einer Familie sein.

Oder ein Ort, an dem sich jeden Abend alle mit ihren Handys gegenüber sitzen.

Die Frage ist deshalb nicht nur:

„Was brauche ich an Raum?“

Sondern:

„Was brauche ich im Leben, das in diesem Raum stattfinden soll?“

 

Nähe oder Abstand?

Vielleicht brauchst Du Menschen.

Aber nicht ständig.

Vielleicht möchtest Du jemanden spontan treffen können, ohne vorher einen Kalenderabgleich mit drei Beteiligten zu veranstalten.

Und gleichzeitig möchtest Du jederzeit nach Hause gehen und die Tür schließen können.

Das ist kein Widerspruch.

Das ist ein Bedürfnis.

Vielleicht brauchst Du genau diese Mischung:

Nähe ohne Vereinnahmung.

 

Ruhe oder Bewegung?

Vielleicht möchtest Du morgens aus dem Fenster schauen und nichts hören.

Und nachmittags willst Du mitten im Leben stehen.

Vielleicht möchtest Du Natur vor der Tür und ein Café fünf Minuten entfernt.

Vielleicht möchtest Du morgens mit dem Hund durch den Wald und abends auf ein Konzert.

Vielleicht brauchst Du Ruhe als Basis und Bewegung als Nahrung.

Oder genau umgekehrt.

Es gibt dafür keinen richtigen Wert.

Es gibt nur:

Was funktioniert für Dich?

 

Gemeinschaft oder Rückzug?

Das ist eine meiner Lieblingsfragen.

Denn wir behandeln Gemeinschaft oft so, als müsse sie bedeuten:

Alle zusammen. Immer.

Aber vielleicht brauchst Du etwas völlig anderes.

Menschen in der Nähe.

Aber Türen.

Rückzug.

Aber keine Einsamkeit.

Gemeinsames Essen.

Aber auch einen Raum, in dem niemand ungefragt auftaucht.

Vielleicht ist das ideale Zuhause deshalb nicht eines, in dem alle Räume gemeinsam genutzt werden.

Vielleicht ist es eines, in dem klar erkennbar ist:

Hier sind wir.

und:

Hier bin ich.

Beides darf existieren.

 

Spontaneität oder Planbarkeit?

Manche Menschen lieben es, wenn plötzlich jemand vor der Tür steht.

Andere bekommen schon beim Gedanken daran leichte Herzrhythmusstörungen.

Beides ist okay.

Aber es wird problematisch, wenn Deine Wohnung ständig eine Lebensweise erzwingt, die Du eigentlich gar nicht möchtest.

Wenn Besuch immer kompliziert ist.

Wenn Rückzug unmöglich ist.

Wenn Du für jede Begegnung das halbe Haus vorbereiten musst.

Oder wenn Du eigentlich gerne Menschen um Dich hättest, aber Dein Zuhause so funktioniert, dass Begegnung immer eine logistische Großveranstaltung wird.

Dann ist vielleicht nicht Deine Persönlichkeit schwierig.

Vielleicht passt nur die Umgebung nicht zu Deinem Bedürfnis.

 

Sicherheit oder Abenteuer?

Vielleicht willst Du einen festen Ort.

Einen Ort, an dem Du weißt, wo alles ist.

Vielleicht willst Du Wurzeln.

Und gleichzeitig möchtest Du manchmal einfach los.

Vielleicht ist Dein perfektes Leben deshalb gar nicht „sesshaft“ oder „nomadisch“.

Vielleicht ist es:

sesshaft mit Ausgängen.

Ein Zuhause, zu dem Du gerne zurückkommst.

Und ein Leben, das Dich trotzdem immer wieder hinauszieht.

 

Und jetzt wird es interessant.

Denn wenn Du all diese Dinge einmal nebeneinanderlegst, entsteht plötzlich etwas, das viel wertvoller ist als eine Liste von Wohnwünschen.

Du beginnst, Deinen Lebensentwurf zu sehen.

Vielleicht sieht der so aus:

Ich möchte morgens Ruhe.

Ich möchte Natur.

Ich möchte tagsüber konzentriert arbeiten können.

Ich möchte nicht ständig Menschen um mich haben.

Aber ich möchte jederzeit Menschen treffen können.

Ich möchte spontan essen gehen.

Ich möchte einen Hund haben.

Ich möchte malen.

Ich möchte reisen.

Ich möchte einen Menschen lieben, ohne 24 Stunden am Tag mit ihm verschmolzen zu sein.

Das ist keine Immobilienanzeige.

Das ist ein erfülltes Leben.

 

Und jetzt kannst Du Deine Wohnung danebenlegen.

Nicht um sie zu bewerten.

Sondern um zu schauen:

Was davon kann sie bereits?

Was davon könnte sie mit ein paar Veränderungen können?

Was davon kann sie niemals können?

Das letzte ist besonders wichtig.

Denn manche Dinge lassen sich nicht renovieren.

Ein Haus kann wunderschön sein.

Aber wenn Du jeden Morgen 45 Minuten fahren musst, um das Leben zu erreichen, das Du eigentlich führen möchtest, gehört diese Fahrt eben zu Deinem Leben.

Eine Wohnung kann perfekt für Rückzug sein.

Aber wenn Du für jede spontane Begegnung eine Stunde unterwegs bist, ist das ebenfalls eine Lebensbedingung.

Ein Haus kann einen wunderschönen Garten haben.

Aber wenn Du eigentlich jeden Abend am Wasser sitzen möchtest, läuft da etwas falsch.

 

Das bedeutet nicht, dass wir sofort umziehen müssen.

Im Gegenteil.

Vielleicht ist die Erkenntnis viel kleiner.

Vielleicht fehlt Dir nur:

ein eigenes Zimmer.

Eine Tür.

Ein größerer Tisch.

Ein Arbeitsplatz, der abends verschwinden kann.

Ein Ort draußen.

Ein Platz für Freunde.

Ein Platz für Dich.

Vielleicht fehlt Dir ein regelmäßiger Ausflug.

Ein zweiter Ort.

Ein Verein.

Ein Hobby.

Eine neue Nachbarschaft.

Oder einfach die Erlaubnis, Dein Leben nicht mehr so zu führen, wie Du es vor zehn Jahren geplant hast.

 

Und manchmal führt diese Frage tatsächlich zum Umzug.

Dann ist das auch gut.

Aber dann ziehst Du nicht einfach weg.

Du ziehst auf etwas zu.

Das ist ein großer Unterschied.

Du sagst nicht:

„Ich will hier weg.“

Sondern:

„Ich möchte dort hin, weil ich dort mein Leben besser leben kann.“

Das verändert die ganze Entscheidung.

 

Vielleicht ist Dein Zuhause also gar nicht zu klein.

Vielleicht ist Dein Leben zu groß geworden.

Oder umgekehrt.

Vielleicht hast Du ein riesiges Haus gebaut und möchtest inzwischen eigentlich viel weniger besitzen. Vielleicht hast Du eine kleine Wohnung und träumst von einer Werkstatt. Vielleicht hast Du Ruhe gesucht und inzwischen merkst Du, dass Dir Menschen fehlen.

Vielleicht hast Du Gemeinschaft gesucht und inzwischen brauchst Du dringend einen Raum, in dem niemand etwas von Dir will.

Das Leben bleibt nicht stehen.

Warum sollte Dein Zuhause das müssen?

 

Ich finde deshalb die Frage viel spannender 

„Was möchte ich erleben?“

Wie oft möchte ich Menschen treffen?

Wie oft möchte ich allein sein?

Wie viel Zeit möchte ich draußen verbringen?

Wie viel Zeit möchte ich kreativ sein?

Wie viel möchte ich arbeiten?

Wie viel möchte ich reisen?

Wie spontan möchte ich sein?

Wie viel Sicherheit brauche ich?

Wie viel Abenteuer vertrage ich?

Und welche Menschen möchte ich um mich haben?

Wenn Du diese Fragen ehrlich beantwortest, wird die Suche nach dem passenden Zuhause plötzlich viel einfacher.

Denn dann suchst Du nicht mehr nach einem Haus.

 

Du suchst nach den Bedingungen für Dein Leben.

Ich bin Regine Rauin alias Mystic Maveress.

Ich lese Räume wie andere Menschen Tarotkarten lesen.

WOHNUNGsREADING: Was Dein Zuhause wirklich über Dich erzählt

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