Manche Ideen suchen keinen Applaus. Sondern den richtigen Ort.

Von Regine Rauin | Wohnpsychologie + Innenarchitektur

 

Es gibt Wörter, die sich einfach nicht richtig anfühlen.

Eigentlich wollte ich nur herausfinden, wie ich Affiliate-Links möglichst elegant in meinen Blog integrieren könnte.

Ja, ich weiß.

Das klingt ungefähr so aufregend wie die Bedienungsanleitung einer Waschmaschine.

Trotzdem ließ mich das Thema tagelang nicht los. Immer wieder schob ich es vor mir her, setzte mich an den Schreibtisch, machte mir einen Tee, starrte den Bildschirm an und dachte: "Irgendetwas in mir geht in Widerstand."

Kennst Du dieses Gefühl, wenn in Deiner Wohnung ein Bilderrahmen einen Zentimeter schief hängt? Die meisten würden es nicht einmal bemerken. Aber Du läufst jedes Mal daran vorbei und denkst:"Mist, immer noch schief "- aber hängst es auch nicht gerade. 😉

Genau so fühlte sich das Wort AFFILIATE an.

Nicht falsch.

Nur... - schräg.

 

Ein Spaziergang, der alles verändert hat

Und weil mein Gehirn bei solchen Gelegenheiten grundsätzlich beschließt, jede vernünftige Reihenfolge zu ignorieren, schnappte ich mir die Hundeleine und ging spazieren.

Andere Menschen kommen "Wald gebadet" (jetzt mal ehrlich: wer hat diesen Ausdruck erfunden???) nach Hause - ich mit einer neuen Idee.

Ich lief also so vor mich hin und dachte über Links, Provisionen und Produktempfehlungen nach, als plötzlich ein Gedanke um die Ecke bog, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet hatte.

Ähmm, Moment mal.

Ich möchte doch gar nicht möglichst viele Produkte empfehlen, um herrlich viel Geld damit zu machen. (ok. das mit dem Geld klingt schon ziemlich verlockend...) Ich möchte etwas tun,  was ich aus tiefstem Herzen liebe... (und wenn ich damit auch noch Geld verdienen kann - um so besser)

Plötzlich war da dieses herrlich absurde Bild in meinem Kopf :

Stell Dir vor, Gegenstände könnten selbst entscheiden, wo sie leben möchten.

Mein Wandteppich würde vermutlich mit verschränkten Armen im Atelier sitzen und sagen:

"Also hör mal, Regine. Ich ziehe ganz bestimmt nicht in irgendein Wohnzimmer. Ich warte auf mein Hotel."

Ich musste laut lachen - weil ich seine Stimme leicht beleidigt in mir hören konnte. Aber je

länger ich darüber nachdachte, desto logischer wurde die Sache.

Vielleicht wartet dieser Wandteppich tatsächlich.

Nicht im wörtlichen Sinne.

Aber irgendwo gibt es vielleicht ein kleines Boutiquehotel, dessen Lobby noch genau dieses eine Kunstwerk braucht. Nicht, weil die Wand leer ist, sondern weil der Raum noch nicht seine ganze Energie entfaltet.

Und genau in diesem Moment machte es BÄÄÄM.

 

Ich suche keine Kooperationen. Ich suche das Zuhause meiner Ideen.

Ist das nicht ein wunderschöner Unterschied?

Denn plötzlich geht es nicht mehr darum, jemanden von etwas zu überzeugen.

Es geht darum, zwei Dinge zusammenzubringen, die vielleicht längst füreinander bestimmt sind.

Ein Hotel und einen Wandteppich.

Eine Ferienwohnung und ein WohnungsReading.

Ein Café und eine Ausstellung.

Ein Buch und der Mensch, der es gerade heute lesen muss.

Das ist es, was mich wirklich begeistert!

Mich haben immer schon die Geschichten interessiert, die zwischen den Dingen entstehen.

Warum steht ausgerechnet dieser Sessel genau dort?

Warum fühlt sich ein Raum sofort warm an, obwohl die Einrichtung eigentlich ganz schlicht ist?

Warum betreten manche Menschen ein Hotel und sagen schon nach drei Sekunden: "Hier fühle ich mich wohl."

Und warum verlassen andere einen perfekt eingerichteten Raum, ohne mit der Wimper zu zucken und sogar irgendwie erleichtert? 

Weil Räume mehr können, als nur hübsch aussehen.

Sie flüstern.

Sie erzählen.

Sie erinnern.

Sie laden ein.

Oder sie halten höflich Abstand.

 

Gute Gestaltung beginnt mit einer Geschichte

Genau deshalb glaube ich, dass gute Gestaltung niemals mit Möbeln beginnt.

Sie beginnt mit einer Idee.

Mit einer Haltung.

Mit einer Geschichte.

Und vielleicht ist genau das der Grund, warum ich mit klassischen Produktempfehlungen nie richtig warm geworden bin.

Ich erzähle viel lieber, warum mich etwas berührt.

Warum ein bestimmtes Buch seit Jahren neben meinem Bett liegt.

Warum ich an einem Flohmarktstand manchmal länger stehen bleibe als in einer Designboutique.

Warum ein alter Schlüssel auf meinem Schreibtisch liegt, obwohl ich längst vergessen habe, welche Tür er einmal geöffnet hat.

Nicht, weil diese Dinge wertvoll sind.

Sondern weil sie etwas in Bewegung gesetzt haben.

Vielleicht kennst Du solche Gegenstände auch.

Sie sind nicht laut.

Sie drängen sich nicht auf.

Aber jedes Mal, wenn Du sie ansiehst, erzählen sie Dir dieselbe Geschichte.

Und genau solche Geschichten möchte ich sammeln.

Nicht als Produktkatalog.

Sondern als kleine Schatzkarte durch meine Welt.

 

Wenn aus einer Idee plötzlich zehn werden

Während ich weiterlief, wurde aus einer Idee plötzlich eine zweite.

Und dann eine dritte.

Das passiert bei mir ständig - ok, ist geradezu normal.

Mein Gehirn benimmt sich manchmal wie ein Flipperautomat auf Höchststufe.

Kaum landet ein Gedanke irgendwo, schießt schon der nächste los.

Was wäre, wenn ein Hotel Lust hätte, gemeinsam etwas völlig Neues zu entwickeln?

Was wäre, wenn eine Ferienwohnung nicht einfach schön eingerichtet wäre, sondern ihre Gäste jedes Mal mit einem kleinen Goldenen Schlüssel überraschen würde - einem Detail, von dem sie noch Wochen später Freunden erzählen?

Was wäre, wenn aus einem Gespräch ein Podcast entsteht?

Oder ein Workshop.

Oder ein Kunstprojekt.

Oder ein Buch.

Oder etwas, das wir heute noch gar nicht kennen.

 

Warum klassische Affiliate-Programme nie mein Ziel waren

Und plötzlich wusste ich, warum mich das Thema Affiliate die ganze Zeit gestört hatte.

Es war viel zu klein gedacht.

Ich möchte keine Links sammeln.

Ich möchte Begegnungen ermöglichen.

Ich möchte Menschen zusammenbringen, die etwas erschaffen wollen, das bleibt.

Etwas, das nicht einfach konsumiert wird.

Sondern erinnert.

 

Kreative Kooperationen statt Produktempfehlungen

Deshalb entsteht bei INTO THE WOO keine klassische Affiliate-Seite.

Es entsteht ein Ort für Kollaberationen.

Für Hotels, die ihren Gästen mehr schenken möchten als eine schöne Übernachtung.

Für Gastgeber, die wissen, dass Atmosphäre nicht gekauft werden kann, sondern entsteht.

Für Menschen mit verrückten Ideen, die sich nicht sofort fragen: "Lohnt sich das?", sondern zuerst: "Wie großartig wäre das denn bitte?"

 

Vielleicht ist das kein Zufall

Falls Du dazugehörst, habe ich eine kleine Vermutung:

Vielleicht bist Du gerade gar nicht zufällig hier gelandet.

Vielleicht hast Du - genau wie ich - das Gefühl, dass die spannendsten Projekte dort beginnen, wo zwei Welten aufeinandertreffen und sich neugierig anschauen.

Und falls Du zufällig ein Hotel besitzt...

Nur so als Gedanke.

Seit Wochen habe ich das Gefühl, dass einer meiner Wandteppiche ausgesprochen ungeduldig wird.

Ich glaube nämlich, er hat sein Hotel längst gefunden.

Wir wissen nur beide noch nicht, welches es ist.

 

Ich hätte da eine verrückte Idee ...

Falls Du also einen Ort erschaffen möchtest, an dem Menschen nicht einfach einchecken, sondern sich erinnern, dann sollten wir uns kennenlernen.

Weil ich neugierig bin, was passieren könnte, wenn sich unsere Ideen begegnen.

Denn die besten Geschichten entstehen selten allein.

Und die schönsten Kooperationen beginnen meistens mit einem Satz, der genauso harmlos klingt wie dieser:

"Ich hätte da eine verrückte Idee ..."

Let's Create Magic.

 


Über die Autorin

Ich bin Regine Rauin alias Mystic Maveress.
Ich lese Räume wie andere Menschen Tarotkarten.

Mehr über das WOHNUNGsREADING

Denn manche Antworten wohnen bereits bei Dir. 🗝️

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