Warum wir erstaunlich viel Geld dafür bezahlen, vor uns selbst davonzulaufen

Von Regine Rauin | Wenn Räume Geschichten erzählen

 

Es gibt eine erstaunliche Fähigkeit, die wir Menschen im Laufe unseres Lebens perfektionieren.

Wir können unglaublich beschäftigt aussehen - während wir dem einen Thema ausweichen, von dem wir längst wissen, dass es unser Leben verändern würde.

Wir räumen den Keller auf.

Sortieren den Kleiderschrank.

Putzen den Kühlschrank.

Buchen ein Wellness-Wochenende.

Bestellen noch schnell etwas bei Action - schließlich kostet es ja "nur" zwanzig Euro.

Und ehe wir uns versehen, haben wir hunderte Euro ausgegeben...

...nur nicht für die eine Sache, vor der wir seit Monaten davonlaufen.

Komisch eigentlich.

Wir bezahlen erstaunlich gern für Ablenkung.

Aber wir zögern, Geld für den Moment auszugeben, der wirklich etwas verändern könnte.

 

Der teuerste Preis ist manchmal der, den wir gar nicht bemerken

387 Euro.

Für manche Menschen ist das sofort der Moment, an dem sie sagen:

„Puh... das ist ganz schön viel Geld.“

Und weißt Du was?

Das verstehe ich sogar.

Was ich allerdings nicht verstehe, ist etwas anderes.

Dieselben Menschen buchen oft ohne lange nachzudenken ein Wellness-Wochenende.

Ein verlängertes Wochenende.

Kaufen neue Gartenmöbel.

Das nächste Schnäppchen.

Drei Besuche bei Action, die ja schließlich jedes Mal "nur" zwanzig oder dreißig Euro kosten.

Bis aus lauter kleinen Beträgen plötzlich dieselbe Summe geworden ist.

Der Unterschied?

Nach dem Wochenende ist der Karton im Keller immer noch da.

Nach dem Shoppingtrip steht die verschlossene Tür noch immer im Flur.

Nach dem Wellnesshotel wartet dieselbe Entscheidung auf Dich wie vorher.

Du hast Dich wunderbar erholt.

Aber nichts verändert.


Warum billig manchmal viel teurer ist

Im Moment gibt es überall Kurse für 19 Euro.

29 Euro.

49 Euro.

Und natürlich wirken 387 Euro daneben erst einmal teuer.

Aber rechnen wir doch einmal anders.

Stell Dir vor, ich würde EAT THE FROG nicht mit sieben Menschen durchführen.

Sondern mit siebzig.

Dann könnte ich den Preis ungefähr durch zehn teilen.

Fantastisch, oder?

Fast.

Denn gleichzeitig würde sich auch das teilen, weshalb Menschen überhaupt zu mir kommen.

Meine Aufmerksamkeit.

Meine Zeit.

Mein Blick auf genau Deine Geschichte.

Vielleicht liegt genau darin einer der größten Irrtümer unserer Zeit.

Wir vergleichen Preise.

Aber nicht die Aufmerksamkeit, die wir dafür bekommen.


In der Masse kann man wunderbar verschwinden

Ich glaube inzwischen sogar, dass manche Menschen Massenveranstaltungen genau deshalb lieben.

Nicht, weil sie dort mehr lernen.

Sondern weil sie dort weniger gesehen werden.

Man kann sich die Geschichten der anderen anhören.

Die Lösungen übernehmen.

Ein bisschen nicken.

Ein paar Notizen machen.

Und anschließend nach Hause fahren...

...ohne jemals wirklich selbst gemeint gewesen zu sein.

Das fühlt sich sicher an.

Und gleichzeitig bleibt das eigentliche Thema genau dort liegen, wo es vorher schon lag.

 

Die Tür, die niemand öffnen möchte

Als WohnungsReaderin erlebe ich etwas Erstaunliches.

Ich komme in Wohnungen.

Alles ist ordentlich.

Geschmackvoll.

Liebevoll eingerichtet.

Und manchmal frage ich mich insgeheim:

"Warum hat mich dieser Mensch eigentlich gerufen?"

Bis irgendwann ein Satz fällt.

„Ach...

...da hinten gibt es noch einen Raum.“

Oder:

„Den Keller zeige ich Dir besser nicht.“

Oder:

„Das Innere dieses Schrankes ist etwas peinlich...“

Und genau dort beginnt fast immer das eigentliche WohnungsReading.

Nicht im Wohnzimmer.

Nicht in der Designerküche.

Sondern hinter der einen Tür, die seit Jahren geschlossen bleibt.

Nicht, weil dort Chaos herrscht.

Sondern weil dort eine Geschichte wartet.

 

Die größte Erleichterung entsteht selten nach der kleinsten Aufgabe

Genau deshalb heißt mein Workshop EAT THE FROG.

Nicht, weil wir fünf Tage lang aufräumen.

Und auch nicht, weil wir gemeinsam möglichst viele To-do-Listen abhaken.

Sondern weil wir uns genau dem widmen, worum Du vielleicht schon viel zu lange elegant herumläufst.

Dem einen Karton.

Der einen Entscheidung.

Dem einen Telefonat.

Der einen Beziehung.

Dem einen Raum.

Dem einen Satz.

Dem einen Abschied.

Dem einen Anfang.

Denn die größte Erleichterung entsteht selten nach der kleinsten Aufgabe.

Sondern nach der, vor der Du Dich am längsten gedrückt hast.

 

Ich werde Dir nicht hinterherlaufen

Am 8. August beginnt EAT THE FROG.

Maximal sieben Menschen.

Nicht siebzig.

Sieben.

Weil ich wissen möchte, wer Du bist.

Nicht nur, welches Problem Du hast.

Wenn Du jetzt spürst, dass Dich dieser Artikel irgendwie unangenehm trifft...

...dann könnte genau das der Grund sein, warum Du ihn lesen solltest.

Und wenn Du Dich trotzdem entscheidest, nicht mitzumachen...

...ist das vollkommen in Ordnung.

Ich werde Dir keine Countdown-Uhr schicken.

Ich werde Dich nicht daran erinnern, dass "nur noch drei Plätze frei" sind.

Ich werde Dir nicht hinterherlaufen.

Denn den ersten Schritt musst Du selbst gehen.

Wenn Du ihn gehst...

...gehen wir den Rest gemeinsam.

 

Manche Türen öffnen sich nur von innen.

Ich bin Regine Rauin alias Mystic Maveress.

Ich lese Räume wie andere Menschen Tarotkarten lesen.

WOHNUNGsREADING: Was Dein Zuhause wirklich über Dich erzählt

Denn manche Antworten wohnen bereits bei Dir. 🗝️

 

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